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Samba, Jazz und Musical
Honnef24.de, April 2007

Duo Tina Mann und Winfried Fest überzeugte mit Matinee in der Außendienst Akademie

 

Es ist nicht selten, dass am heutzutage hart umkämpften Arbeitsmarkt auch hochqualifizierte Menschen Schwierigkeiten haben, in ihrem erlernten Berufsfeld zu arbeiten. Umso wichtiger werden die eigene Flexibilität und das lebenslange Lernen. Einen immer größeren Stellenwert gewinnt daher die berufliche Weiterbildung – nicht selten in direkter Zusammenarbeit mit den örtlichen Bundesagenturen für Arbeit und den Arbeitsgemeinschaften von Städten und Kommunen. Einen exzellenten Ruf genießt hierbei die Koblenzer „Außendienst Akademie“. Das nach den strengen Kriterien der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZVW) zertifizierte Unternehmen glänzt auf diesem Gebiet mit einer Vermittlungsquote von durchschnittlich über 70 Prozent; ein in der Branche hervorragender Wert.


   Der Erfolg liegt allerdings nicht immer nur am Unterricht, den Lehrmethoden und seiner Konzeption, sondern oft an den Teilnehmern selbst. Da gibt es immer wieder herausragend Begabte und besonders ehrgeizige darunter; genau die gehen ihren Weg danach sehr konsequent. Die gelernte Sängerin Martina Witzemann war als Hausfrau und Mutter längere Zeit aus dem Geschäft. Um in ihrer Branche einen Neustart hinzulegen, hat sie sich im Koblenzer Institut zur Vertriebswirtin weitergebildet, um anschließend im Eventmanagement zu arbeiten. Singen will sie in Zukunft nebenbei und vielmehr Veranstaltungen organisieren. Dass sie in der Tat beides kann, das zeigte sie jetzt in einer Matinee in den Räumen der Akademie und beeindruckte unter dem (nahe liegenden) Künstlernamen Tina Mann ihre Kommilitonen, das Kollegium und zahlreiche Gäste.

Mit Cole Porters unvergesslichem „Night and Day“ eröffnen Tina Mann und ihr Pianist Winfried Fest einen musikalischen Reigen, wie er vielseitiger kaum sein kann. „My Funny Valentine“ und den durch Frank Sinatra bekannt gewordenen „The Lady Is a Tramp“ gibt sie mit kraftvoll bebendem Timbre gekonnt jazzig und dem richtigen Swing und inspiriert so von Beginn an zum Mitschnippen. Geradezu zart haucht sie Charles Fox’ und Norman Gimbels „Killing Me Softly“ – und steht dessen Vorzeigeinterpretin Roberta Flag allenfalls an Prominenz erheblich nach. Den Spagat schlägt sie mit dem Carpenters-Song „Desperado“ überraschenderweise in die Richtung Country-Folk.

   Und doch ist es der Mut zur Synkope, der bewusst anderen Takt- und Betonungsakzentuierung, den das Duo Tina Mann und Winfreid Fest in so bekannten Songs wie Withney Houstons „Greatest Love of All“ und Altmeister Lionel Ritchies (Ex-Commodores) „Hello“ bewusst jazzig zelebriert. Wenn dann noch Gershwins „Summertime“ erklingt, stimmt die Melange rundum, was das Publikum mit frenetischem Beifall dankt. Die Mischung stimmt: Bekannte Pop-Songs und große Musical-Melodien riehen sich in die gr0ßen Jazz- und Swing Klassiker ein – ein Trend, den bereits der Amerikaner Michael Bublé, der Rheinländer Tom Gäbel und jüngst auch Grand-Prix-Vertreter Robert Cicero voll für sich entdeckt haben.

   Manns und Fests Sahnestückchen sind Stevie Wonders „(Have I Told You) Lately“ und noch intensiver Antonio Carlos Jobims „Bridges“ im letzten Drittel der Vorstellung. Zum gefühlvoll virtuosen Spiel Winfried Fests brilliert die Sängerin in Portugiesisch stimmlich über zwei Oktaven und lässt nun endgültig auch den letzten Knoten platzen; Samba reißt eben garantiert mit, auch, wenn’s bei dieser gelungenen Veranstaltung im eher kleinen Rahmen ursprünglich viel weniger ums Tanzen gehen sollte.

   Das, was Tina Mann alias Martina Witzemann zeigen wollte, hat sie in ihrer Matinee eindrucksvoll unter Beweis gestellt – stimmlich, musikalisch und organisatorisch. Witzemann stammt nicht nur aus musikalischer Familie, sondern hat auch ihre klassische und jazzorientierte Gesangsausbildung bei Susanne Schneider in Koblenz gemacht. Seit gut 20 Jahren kennt man die gebürtige Rüdesheimerin hauptsächlich von ihren Auftritten mit dem Vokal-Ensemble „Eurocats“ und dem noch bekannteren „Botho-Lucas-Chor“. Ihren neuen Weg in Richtung des Veranstaltungsmarketings beginnt sie mit idealen Voraussetzungen und hat in der Akademie bereits einiges bewegt. So hat Institutsleiter Günter Schönrock der smarten Sängerin nicht nur großen Lob gezollt, sondern sich bereits begeistert geäußert, sich „demnächst weitere Veranstaltungen dieser Art“ in seinem Haus vorstellen zu können.

 
Top! Top!